BARF bei Allergien und Unverträglichkeiten

BARF bei Allergien und Unvertraeglichkeiten

Foto: Judith Dzierzawa – Fotolia

Die Diagnose Futtermittelunverträglichkeit wird beim Hund immer häufiger gestellt. Sie bezeichnet grundsätzlich jegliche Art von unerwünschten Wirkungen eines Futtermittels in Form einer anormalen Reaktion oder der Verstärkung einer bereits bestehenden Erkrankung. Hautveränderungen in Form von Quaddeln, Schuppen oder hot Spots (feuchte Hautentzündung) sind äußerst typische Symptome. Beim Hund betreffen sie vor allem Bauch- und Leistengegend. Weitere Beschwerden können Juckreiz, Ohrenentzündungen und Störungen des Verdauungstrakts, wie Blähungen und Durchfall sein.

Ausschlussdiät beim Hund

Diagnose und Therapie einer Futtermittelunverträglichkeit liegt im Zauberwort Ausschlussdiät. Das Grundprinzip besteht im Ausschluss jeglicher Futtermittel mit denen der Hund in seinem Leben konfrontiert war. Es wird eine Frischfleischsorte gewählt, die der Hund noch nie oder sehr selten gefressen hat. Früher wurde hierfür häufig Lamm verwendet, da die besondere Beschaffenheit seines Fettes eine lindernde Wirkung auf Darmschleimhaut und Läsionen dieser hat. Da Lamm mittlerweile aber schon zur Standardhundefütterung gehört, wird eher zu exotischeren Fleischsorten wie Strauß oder Känguru gegriffen. Ergänzt wird das frische Fleischangebot durch eine einzige Kohlenhydratquelle wie Kartoffel oder Hirse. Alle anderen Futtermittel einschließlich Leckerli und Kauknochen werden vom Speiseplan gestrichen, es sei denn sie bestehen aus der gleichen Fleischsorte. Die Ausschlussdiät muss konsequent für mindestens acht Wochen durchgehalten werden, bevor der Hund mit seiner alten Nahrung konfrontiert wird. Folgt dieser Provokation eine erneute Symptomatik hat man den Beweis, dass eine Futtermittelallergie vorliegt.

 

Neben der Ausschlussdiät müssen gleichzeitig andere Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden. Liegt unter Umständen ein Parasitenbefall der Haut vor? Ist die Allergie vielleicht durch den Liegeplatz oder das verwendete Reinigungsmittel verursacht? Besteht eventuell eine Magen-Darm-Infektion?

Kein Getreide und ausgewählte Fleischsorten

Verträgt der Hund die gewählte Fleisch- und Kohlenhydratquelle kann in kleinen Schritten versucht werden die BARF Mahlzeit weiter zu ergänzen. Dies kann die Zugabe von einzelnen Gemüsekomponenten oder auch die Gabe einer anderen, exotischen Fleischsorte sein. Für Allergiker ist auch die BARF Ernährung mit rohem Pferdefleisch sehr bekömmlich. Durch die individuelle Zusammenstellung der BARF-Mahlzeiten vermeidet der Besitzer die Gabe aller bekannten Allergene und kann genau kontrollieren auf welche Komponente der Vierbeiner mit Unverträglichkeiten reagiert. Häufig reagieren die Hunde auf Getreidesorten, die Gluten enthalten. Hierzu gehören vor allem Mais und Weizen. Da der Verdauungstrakt des Hundes von Natur aus nicht auf die Verwertung großer Kohlenhydratmengen eingestellt ist, sollten alle BARF Mahlzeiten für den allergischen Hund ohne Getreide zusammengestellt werden. So wird der Magen-Darm-Trakt entlastet und potentielle Allergene werden vermeiden.